Dean Read der „rote Elvis“ der DDR

Der US-amerikanische Sänger, Schauspieler Regisseur und Drehbuchautor Dean Reed wurde 1938 in Denver Colorado geboren. Seine erste Single THE SEARCH kam in den USA nur den 96sten Platz der Billboards. Doch in Argentinien wurde sie gleich Platz eins der Charts. Danach wurde seine Südamerikatour 1961 ein absoluter Erfolg. Noch im gleichen  Jahr siedelte er nach Argentinien über und wurde dort ein Superstar, der dort sogar beliebter als Paul Anka oder Elvis war. Die soziale Missstände und die Massenarmut politisierten in. 1966 soll ihn sogar Che Guevara in seinem Haus besucht haben. Wenig später startete er eine neue Karriere in der Sowjetunion. Für das sowjetische Label Melodija nahm er 1968 ein erstes Album mit Rock ´n´Roll und Country Musik auf. Dieses und die folgenden Alben verkauften sich millionenfach.

1967 zog Reed nach Rom. In Italien spielte er in zwölf Filmen mit, darunter ADIOS SABBATA mit Yul Brynner. 1969 lief er an der Spitze einer Anti-Vietnamkriegs-Demonstration vor die US-Botschaft, ballte er die Faust und rief „Viva Ho Chi Ming“. 1970 unterstützte mit Konzerten den Wahlkampf von Salavador Allende in Chile.

1972 zog er in die DDR. Dort wurde er als „Sänger des anderen Amerika“ hofiert.  Auch in der DDR drehte er Filme, wie z.B. „Aus dem Leben eines Taugenichts“ und den Film über das Leben von Victor Jara „El Cantor“. Nachdem er sich jahrelang weiter politisch für den Sozilialismus politisch engagierte, wuchs Anfang der 1980er auch sein Frust gegenüber dem DDR System. 1986 setzte er leider seinem Leben im Zeuthener See ein Ende. Da die Stasi und DDR Presse vor der Wende nie seinen Abschiedsbrief veröffnentlichte, entstanden viele Gerüchte über seine Tod.

Hier seht ihr ein inzwischen sehr seltenes DDR Konzertplakat aus seinen Hochzeiten von 1977.

 

 

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